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Chinareise 1994 zum:

Internationalen Symposium Camellia Chrysantha


in Nanning vom 04.01. bis 17.01.1994

Camellia Chrysantha

Um an dem Symposium in China teilzunehmen, wurde Verbindung mit dem Reiseveranstalter "Marco Polo" aufgenommen. Besonderer Dank für das Zustandekommen der Reise gilt der Familie Kasimir. Haben sie sich mit unendlicher Mühe für die Vorbereitungen eingesetzt und konnten, wegen der Vorverlegung des Reisetermins, leider nicht mit uns auf Reisen gehen

Reiseverlauf:
Abflug am 04.01.94 ab Frankfurt/Main. Dazu hieß es in den Unterlagen, Treffpunkt um 1245Uhr in der Halle C am Schalter der "Cathay Pacific". Dieser liegt jedoch in Halle B. Der Flugkapitän fand aber die richtige Abflugbahn und startete ohne Probleme. Der Flug führte über die Städte Warschau, Minsk, südliches Moskau, Orsk, Kabul, Lahore, Bangladesh, Kunming, Kanton, nach Hongkong. Ab Warschau sahen wir eine weiße Winterlandschaft. Wenn die Chinesen fliegen könnten, wüsste ich, woher sie ihre phantastischen Vorstellungen von Drachen haben. Aus dem Flugzeug konnte man zwischen Kunming und Nanning die herrlichsten Drachengebilde aus Nebel zwischen den Bergen in den Tälern erkennen.

Am 05.01.1994 um 0830Uhr Ortszeit Ankunft in Hongkong, keine besonderen Zoll- oder Passformalitäten. Dann wurde es spannend, wir gingen in die Halle der ankommenden Passagiere, um uns dort lt. Plan mit dem örtlichen Vertreter des Reisebüros zu treffen. Also eifriges Ausschauen nach jemanden, der eventuell Marco Polo Reisende suchen könnte. Nichts zu sehen. Ein junger Mann hielt ein Schild hoch, auf dem für uns unverständliche Abkürzungen zu lesen waren. Ich fragte ihn, ob er auch Marco Polo vertrete. Dies verneinte er. Nach über zwei Stunden Warten und Suchen, fanden wir dann doch zueinander. Der junge Mann, den ich vorher gefragt hatte, suchte unsere Gruppe. Für eine jungen Deutschen wie ihn, muß es doch sehr schwierig gewesen sein, zwischen lauter Asiaten eine Gruppe aus Deutschland herauszufinden. So hatten wir also schon über zwei Stunden Verspätung. Dadurch viel das Vormittagsprogramm aus. So ruhten wir uns im Hotel "Omni Marco Polo" aus, schauten uns in der Stadt um, kauften ein und gingen im nahegelegenen Park spazieren. Gegen 1400Uhr Abholung vom Hotel. Fahrt auf den Victoria Peak zu einem Ausblick über Hongkong mit Möglichkeiten zum Fotografieren. Es ist schon beeindruckend, welches Leben diese Stadt durchpulst und welch rege Bautätigkeit hier herrscht. Die Stahlindustrie hat hier wenig Freude an den Baugerüsten, hier verwendet man nämlich Bambus, auch für die Hochhäuser. Wieder vom Berg herunter, hielten wir an dem sogenannten "Nobel House", bekannt aus dem Film "Der Taipan". Dann ging es zum Meer, ein allgemeiner Treffpunkt und ein beliebtes Ausflugsziel mit Tempeln und mit, nach asiatischem Glauben, Vielen glücksbringenden Figuren. Die Dschunken, Hausboote u.ä. muß man vom Wasser aus gesehen haben. Also ab zu einer Schiffsanlegestelle, wo eine "rührend nette" alte Dame mit ihrem Boot wartete, um uns zu den Hausbooten zu bringen und uns unterwegs möglichst auch T'shirts und Strohhüte zu verkaufen. Der Bootsausflug, etwa 30 Minuten, kostete pro Person "nur" 50 Hongkong Dollar , wir waren 10 Personen. Macht zusammen etwa DM 125,00. Darauf ging es weiter zu einem der wichtigsten Ziele jedes Reisebegleiters, dem Reisenden die Möglichkeit zugeben, etwas einkaufen zu können. Hier war es die einmalige Möglichkeit, eine Schmuckfabrik mit angeschlossenem Verkauf zu besichtigen. Nächstes Ziel, die Fähre, Überfahrt zum Hotel und Ende des Ausfluges. Jetzt machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant. Unser örtlicher Führer hatte uns gesagt, man könne in der Nähe des Hotels sehr günstig und billig, quasi für einen Apfel und ein Ei, essen. Die Obstpreise , so nehmen wir an, müssen in Hongkong sehr hoch sein, denn auf unser Nachfragen sagte er, dass das Essen so zwischen 20 und 30 DM koste.

FreimarktAm 06.01.1994 Weiterreise nach Kanton/Guang Zhou. Nach unseren Fahrkarten war die Abfahrt um 0835Uhr. Unser tüchtiger Reiseführer sagte aber, dass wir laut seinem Plan später fahren würden. Doch unsere Platzkarten und Tickets waren nur für 0835Uhr gültig, nicht für 1035Uhr. So erhielten wir Karten für 1235Uhr, also wieder vier Stunden vertan. Durch diese gute Planung fehlten uns in Guang Zhou wieder vier Stunden vom Programm. Nach einer gemütlichen Bahnfahrt von circa 2 Stunden erreichten wir Guang Zhou . Während der Fahrt war links und rechts der Bahn eine gewaltige Bautätigkeit zu beobachten, ebenso eine intensiv betriebene Landwirtschaft. Der Boden besteht aus mächtigen roten Tonschichten. In Kanton angekommen, Passkontrolle, Empfang durch den örtlichen und den ständigen Begleiter durch China. Beiden fiel es nicht schwer, Deutsche von Chinesen zu unterscheiden, sie haben uns auf Anhieb entdeckt. Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, ging es mit dem Bus in die Stadt. Kanton ist der westliche Name für Guang Zhou.Wir begannen mit der Turmbesteigung und Besichtigung des Banyantempels. Anschließend Weiterfahrt zum "Freimarkt". Der Freimarkt ist etwas ähnliches, wie die Markthallen in Athen, nur ist hier alles auf der Straße und das Warenangebot unterscheidet sich wesentlich. So findet man hier neben Gemüse, Fisch und verschiedene bekannte Fleischsorten auch Kröten, Schlangen, Wollhandkrebse, Hunde geschlachtet, roh und auch geräuchert. Aber auch Bisamratten sind im Angebot. Die Busfahrt in Kanton geht nur Schrittweise voran, Esseneinmal wegen der vielen Fahrräder, aber durch unsere Verspätung waren wir auch noch in die "rush hours" gekommen. Auf dem Markt war es schon dunkel. Von dort fuhren wir zum Perlfluß, bestaunten in einer Luxushotelhalle riesige Schnitzwerke aus Jade. Z.B. ein mehrere Meter hohes Schiff und andere Figuren. Vom Perlfluss konnten wir wegen der eingetretenen Dunkelheit nicht viel sehen. Dann auf zum Essen ins Hotel. Während in Unserem Programm noch für den nächsten Vormittag Besichtigungen In Guang Zhou eingeplant waren, teilte man uns mit, dass wir schon am frühen Tag weiterfliegen müssten. Also noch weniger von Guang Zhou zu sehen. Apropos, Essen: Ab sofort hieß es mit Stäbchen essen. Die gesamte Gruppe erwies sich aber als talentierte Stäbchenanwender, niemand ging hungrig vom Tisch. In der folgenden Zeit entwickelten sich manche zu richtigen Meistern, während ich immer wieder Rückfälle in die Anfängerzeit hatte.

07.01.94 nichts mehr von Guang Zhou, sondern um 0750Uhr Abflug nach Nanning. Nach 90 Minuten, Landung in Nanning. Das Wetter war hier, wie zuvor in Hongkong und Guang Zhou recht gut. Die Temperaturen lagen über 200C. Mit dem Bus dann zum Hotel, wo die Kongressteilnehmer sich registrieren ließen und mit Zahlung der Kongressgebühren gab es die Unterlagen für das Symposium. Am Nachmittag, Ausflug zur "Tigerhöhle", eine riesige Tropfsteinhöhle, und der Besuch eines Dorfes. Hier im Dorfzentrum am Markt, auf dem sich scheinbar das Leben der Dorfbewohner abspielte, war jetzt die Frage, wer war für wen die Attraktion. Die Einwohner staunten anscheinend mehr über uns, als wir über deren Art zu leben. Auf dem Markt mit dem üblichen Angebot, übten auch die Friseure ihr Handwerk aus. Es gab so ziemlich alle Dinge des täglichen Lebens. Als besonderes Kauvergnügen, frische Zuckerrohrstangen.

Am 08.01.1994 Beginn des Symposiums
Von unserer Gruppe nahmen nur drei Personen daran teil. Insgesamt waren es etwa 165 Personen aus vielen Ländern der Erde. Der erste Tag war ausgefüllt mit Referaten und am Abend gab es ein Festbankett zum gegenseitigen Kennen lernen.

Am 09.01.1994 morgens Referate, nachmittags Messebesuch und Besuch des städtischen botanischen Gartens. Auf der Messe waren wir ständigem Fotografieren und Fernsehaufnahmen ausgesetzt. Viele der Aussteller betrachteten uns als mögliche Investoren bzw. als Interessenten an Joint-Ventures. Anschließend fuhren wir zu einer Kamelienplantage, Hauptanbau die Ölkamelie Oleifera. Ihre Früchte dienen zur Herstellung feinster Öle für Kosmetik, Medizin, Küche und Industrie. Es gibt viele Familien die solche Kamelien für ihren eigenen Ölbedarf auf ihrem Grundstück halten. Für uns von besonderem Wert, sie hat auch noch schöne Blüten und verträgt niedrige Temperaturen. Weiterfahrt zum botanischen Garten von Nanning, angelegt 1990, ist er jetzt noch im Aufbau.Der sogenannte Schattengarten, hier werden hauptsächlich schattenliebende Pflanzen kultiviert. Sehr schön angelegt, doch die vielen Bonsai waren sehr vernachlässigt. Auf Nachfrage , sagte man mir, man habe zu wenig Personal und Geld dafür. Der größte Teil unserer Gruppe verbrachte diese beiden Tage mit anderen Aktivitäten.

Am 10.01.1994 Ausflug nach Fengcheng mit allen Teilnehmern des Symposiums und auch die Teilnehmer unserer Gruppe, die nicht am Symposium teilnahmen, zu dem Naturschutzgebiet, in dem die Camellia Chrysantha wild wächst. Dieses Gebiet liegt an der Nordgrenze zu Vietnam. Auch im Norden Vietnams wächst die "Golden Flower" wild. Wir hatten bei diesem Ausflug mehrfaches Glück. Einmal wurde unser Buskonvoi von der Polizei zum Ziel geleitet, dadurch kamen wir schnell voran. Zum Zweiten hatte es schon Wochen nicht mehr geregnet, sonst wären die Pfade zu den Kamelien sicher nicht begehbar gewesen. Drittens bekamen wir auch wirklich schöne, blühende Exemplare unter dem Schutz von Bambus und Bäumen zu sehen. Zurück ging es wieder wie bei einer Regierungsdelegation mit Polizeieskorte.

11.01. wieder früh aufstehen und mit dem Zug nach Guilin fahren. Sechs Stunden ging die Fahrt durch eine sehr interessante, abwechslungsreiche Landschaft. Mittagessen gab es im Zug. Sehr vielseitig und reichhaltig und dazu noch äußerst schmackhaft ist das Essen in China, und so reichhaltig, dass ich immer vergaß, Reis zu essen. Guilin, wie lange hatte ich davon schon geträumt, endlich diese Landschaft zu erleben.So schnell ging es aber nicht. Erst mit dem Bus zum Fluss, dort aus der Ferne den Elefantenrüsselberg besichtigen. Dann Weiterfahrt zu einem kleinen Berg, in dessen Fuß eine Höhle ist und dessen Gipfel man über 300 Stufen erreichen kann. Von dort hat man eine gute Aussicht auf die Stadt. Guilin als Touristenstadt, hat es sehr vielen gepflegte Grünanlagen. Abends ging es in ein großes Lokal, junge Männer und Frauen einer chinesischen Minorität boten uns eine wunderbare tänzerische und artistische Show. Wir wohnten im sehr schönen neuen Guishan Hotel, eine prächtige Anlage. Die Pagen sahen in ihren Livrees alle so entzückend aus, ich hätte sie am liebsten alle mit nach Hause genommen und auf dem Vertiko platziert. In Kanton hatte man uns eine Massage, durchgeführt von Ärzten aus dem nahen Krankenhaus, empfohlen, die ich auch probiert habe. Diese war aber zu teuer und wirklich nichts besonderes. So wollte ich es in Guilin doch wissen, ob die vielgerühmte chinesische Massage nicht doch noch etwas anderes ist. Ich begab mich also in die Sauna des Hotels. Hier wurde auch eine Massage angeboten und das für wenig Geld. Ich habe es nie bereut, so eine einmalige Ganzkörpermassage hatte ich noch nie erlebt. Eine Stunde wurde ich bearbeitet, eine Wohltat, die noch lange wirkte.

BootsfahrtAm 12.01. Bootsfahrt auf dem Li-Fluss bis Yangshou. Das Wetter war teilweise regnerisch. Aber das tat der Schönheit der Landschaft keinen Abbruch. Auf dem Schiff bereitete man sich das Essen am Tisch selber zu. Ähnlich einem Fleischfondue. Die Zutaten wurden roh an den Tisch gebracht, dort stand auf einem Gaskocher ein Topf mit einer heißen Brühe. Hier hinein gab man Gemüse, rohes Rindfleisch, sowie kleingeschnetzeltes Schweinefleisch, auch Glasnudeln. Später kam auch noch roher Fisch hinzu, den man auch in der Brühe garte. Es schmeckte vorzüglich. Selbstverständlich waren auf dem Schiff auch wieder Händler, die ihre Waren feilboten. Die Fahrt war ein schönes Erlebnis. Von Yangshou fuhren wir mit dem Bus zum botanischen Garten von Guilin. Sie haben hier in ihrer Baumschule die größte Sammlung aller bekannten gelben Kamelien. Abendessen mit musikalischen Darbietungen (Karaoke).

13.01.1994 wieder frühes Aufstehen zu einem zweistündigen Flug nach Kunming, Hauptstadt der Provinz Yunnan. Kühles aber schönes Wetter. Kunming heißt auch die "Stadt des ewigen Frühlings", weil hier angeblich der ewige Frühling herrscht. Am Tage stiegen hier die Temperaturen auf ca. 240 C. Nach der Ankunft erwartete uns eine schöne junge Dame als lokale Führerin, sie gehört zu einer der Volksgruppenminderheiten in China. Unser erster Weg war zum botanischen Garten Kunmings, hier wurden wir von Frau Professor Xia Li Fang erwartet. Sie und ihr Assistent zeigten uns all ihre Schätze. Auch erhielten wir von ihr das Gruppenfoto vom Symposium in Nanning. Anschließend Fahrt zum Essen., danach zum Drachentorberg, ein Ausflugszentrum von Kunming mit herrlichem Ausblick über die Stadt und dem am Fuße des Berges liegenden See. Auf dem Rückweg besuchten wir noch eine Parkanlage unten am See, deren Aussichtsturm leider wegen Baufälligkeit geschlossen war.

14.01.1994 Ausflug zum berühmten "Steinwald Shilin". Steinwald ShilinAuf dem Weg dahin hatten wir Gelegenheit, eine Seidenteppichweberei zu besichtigen, natürlich, um auch dort einzukaufen. Der Steinwald liegt in ca. 2500 m Höhe und ist ein herrliches Naturdenkmal aus lauter nackten Felsen, die durch Erosion entstanden sind. In der Nähe des Steinwaldes liegt ein Dorf der Sani/Yi Minorität. Ich fürchte, wenn ich in zwei Jahren wieder hierher komme, dass dann nicht mehr viel davon zu sehen sein wird. Es war schon einiges am Verfallen und am Rande des Dorfes standen schon moderne Neubauten. Auch wir wurden in einen Neubau geführt, um zu sehen, wie man dort lebt. Auf unserer Fahrt sahen wir links und rechts der Straße Dörfer mit schönen Dachformen alten Baustils. Gerne hätte ich sie näher besichtigt. Am Abend besuchten wir eine Volkstanz- und Artistenshow einer Minorität. Aufführungsort, eine pompöse Hotelhalle.

15.01.1994 auf zur nächsten Station: Shanghai. Hier empfing uns eine nette junge Dame, die uns ins Peace Hotel geleitete, Es ist das älteste und bekannteste Hotel in Shanghai. Nach Ankunft im Hotel, besichtigten wir den Yü-Garten. Er liegt inmitten der Altstadt und ist ein wunderschönes Abbild der chinesischen Gebirgslandschaft im Kleinen. Eine 300 jährige Glyzine im Garten habe ich sehr bewundert. Jetzt hätte ich gerne noch einen Bummel durch die Altstadt mit ihren schönen geschnitzten Holzfassaden gemacht. Stattdessen wurden wir wieder stundenlang mit dem Bus nach außerhalb von Shanghai zu einer Seidenfabrik kutschiert. Hier gab es wirklich nichts besonderes zu sehen, außer für fachlich Interessierte, die Druckerei. Dafür erwartete man von uns um so mehr, dass wir hier einkaufen sollten. Shanghai ist deswegen verkehrsmäßig so unmöglich, weil die Bahn auf der gleichen Ebene mit den Straßen liegt und somit häufig riesige Staus erzeugt.

16.01.1994 Ausflug nach Suzhou, dem Venedig des Ostens, Venedig des Ostensmit der Eisenbahn. Eine schöne Stadt, in der es 16 schöne Gartenanlagen geben soll. Wir hatten leider nur Zeit für einen. Dieser liegt am Tigerberg, auf dem ein Tempelturm steht, schief, wie der Turm zu Pisa. Für mich waren in einem Teil des Gartens die Bonsai das große Ereignis. So schöne alte und gepflegte Bonsai hatte ich zuvor noch nicht gesehen. Dann fuhren wir zu einem Seidenmuseum mit Produktion und natürlich auch Verkauf. Gut war hier die Entwicklung der Seide, von der Raupe bis zum fertigen Stoff dargestellt. Unser lokaler Führer Feng Xin, hatte aber noch etwas Besonderes für uns arrangiert. In einer anderen Seidenwarenfabrik hat man uns, obwohl Samstagnachmittag, eine große Modenschau mit chinesischen Kleidern aus 11 Jahrhunderten vorgeführt. Anschließend mit der Bahn zurück nach Shanghai. Leichter Nieselregen empfing uns. Nach dem Abendessen trat ein sogenannter Teekünstler an unseren Tisch, vor uns hatten wir eine große Teeschale mit Teeblättern, Früchten und Ginsengscheiben, in diese goss nun der junge Mann im hohen Bogen über den Tisch heißes Wasser. Die Kanne ähnelte einer Gießkanne mit langem Gießrohr. Der Abend schloss mit einem Besuch in der Wiege der weltberühmten Shanghaier Artistenschule. In einer großen Kuppelhalle erlebten wir eine große Akrobatikschau.

17.01.1994 Endlich einmal Zeit zum Einkaufen. Camellia ChrysanthaAm Vormittag konnten wir endlich einmal frei herumbummeln, uns die Auslagen der Schaufenster betrachten und das kaufen, was wir wollten. Mittags fuhren wir zum Jade-Buddha Tempel. Es war auch noch vorgesehen, ein Münzmuseum zu besuchen, dieses war aber geschlossen. So ging es zum Flughafen, die Koffer einchecken und über Hongkong nach Frankfurt fliegen. Nach 14 Stunden erreichten wir deutschen Boden in Frankfurt. Dank unseres Gruppensprechers waren die Zollformalitäten schnell erledigt und ebenso schnell war die Gruppe, die zwei Wochen so gut harmonieret hatte, in alle Winde zerstoben. Mir hat die Reise viel gegeben. Ich freue mich schon darauf, wenn es 1996 wieder los geht.


Waldemar Max Hansen